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Montag, 13. Juli 2015

Gruebensee BE

Wenn die Temperaturen bei uns im Tal "mühsam" werden, ist es jeweils an der Zeit für eine Wanderung im Grimselgebiet. Dieses Mal war unser Ziel der Gruebensee.

Ihn hatten wir schon letztes Jahr ins Auge gefasst, als wir zur Gelmerhütte hochkraxelten. http://ruth-pulido.blogspot.ch/2014/08/gelmerhutte-sac.html
Aus der Ferne sah der Weg mit Zick-Zack-Kehren sehr spannend aus, fand mein Mann. Ich hatte da so meine heimlichen Zweifel ;-)

Immerhin konnte ich ihm damals ausreden, gleich am nächsten Tag dort hochzusteigen. Nun war aber der Zeitpunkt gekommen, dieses Projekt in Angriff zu nehmen. Die knapp 1000 Höhenmeter scheuten wir nicht, waren wir doch noch so richtig in Schwung von unseren Sommerferien. (Glaubte ich....)

Etwas spät für einen heissen Sommertag, starteten wir um halb acht bei der Alpkäserei Handeck, wo der Käser gerade seine letzten Arbeiten dieses Morgens verrichtete. Ich nahm mir schon hier vor, bei der Rückkehr im Laden vorbei zu schauen.

Von heissen Temperaturen war noch rein gar nichts zu merken. Jacke anziehen Pflicht. Der Weg führte hinter dem Hotel Handeck über wunderschöne Bergwiesen, rein in ein Wäldchen und in schönen Kehren den ersten Hang hoch.

Schon nach wenigen Minuten ging die Sonne auf und die Temperaturen schnellten augenblicklich hoch. Genau wie mein Puls! Der Schweiss lief nur so an mir runter und das Herz galoppierte in der Brust rum! Ich konnte mir das nicht erklären, der Weg war doch gar nicht schwierig oder besonders anstrengend.
Das konnte ja heiter werden, wenn ich hier schon schlapp machte...

Als wir die erste Ebene erreichten, die Ärlenalp, erbat ich mir eine Pause. Wir futterten und tranken und genossen den wunderschönen Ort. Ich war angenehm überrascht, hatte ich doch eher eine öde Steinwüste hier oben erwartet. Aber nix da, es war wunderbar grün und üppig!

Nach einer halben Stunde fühlte ich mich deutlich besser und es konnte weiter gehen. Wir durchschritten die Alp und stiegen langsam immer höher. Unterwegs trafen wir eine Herde brauner Ziegen, die sich im Erlengehölz vor der Sonne versteckt hielten.
Sie wollten sich von mir nicht raus locken lassen ;-)

Langsam näherten wir uns den steilen Felswänden. Da mussten wir hoch. Noch einmal machten wir einen Trinkstopp. Ein älterer Wanderer überholte uns, rief uns ein paar nette Worte zu und stieg zügig weiter. Ja hey, wenn der das so locker schaffte, würde ich das ja wohl auch können....klar...konnte ich!

Es ging jetzt wirklich viel besser als zu Anfang. Der auffrischende Wind tat gut und wir kraxelten langsam unserem Tagesziel entgegen. Manchmal über grosse, beeindruckende Felsklötze, Steinplatten und Granitfelsen, manchmal über eklig kleinen, rutschigen Schotter. Das Grün verlor sich langsam  hinter uns.

Die Aussicht zu den Gelmerhörnern und Gelmersee begeisterte uns, auch wenn die Sicht nicht so schön klar war.
Als wir dann endlich den Gruebensee vor uns hatten, war ich (nur ich) ein bisschen enttäuscht. Hier hatte ich sie also doch noch gefunden, die befürchtete Steinwüste!

Ein Büschelchen Alpenrosen, wenig Steinbrech und eine schöne Anzahl "Gänseblümchen" versuchten den schroffen Eindruck etwas zu mildern. Und der See punktete mit seiner schönen eisblauen Farbe. Doch, es war schön! Wenn auch auf eine herbe, hart wirkende, fast abweisende Art.

Der Wind hier oben war nun eher unangenehm kalt. Wir suchten uns eine etwas windarme Stelle und verzehrten unsere Sandwiches. Redeten nicht viel...es gab nichts zu sagen in dieser grandiosen Arena aus Stein. Klein und nichtig kommt man sich hier vor...

Mit fotografieren brauchte ich mich gar nicht erst lange aufzuhalten, zu hart und zu grell das Licht um die Mittagszeit.
Wir einigten uns, wieder etwas abzusteigen und einen "kuschligeren" Ort zu suchen für eine längere Siesta.

Gesagt, getan....bald lagen wir an "königlicher" Lage auf einer weichen Wiese und dösten genussvoll vor uns hin. Nach zwei Stunden zogen immer mehr Wolken auf und wir machten uns zufrieden auf den Rückweg.

Das oberste Drittel erforderte beim Abstieg die volle Aufmerksamkeit, der Rest war angenehmes Auslaufen. Wir waren nicht unfroh über die Wolken, so war es recht angenehm mit den Temperaturen.

Bald standen wir wieder vor der Käserei und ich setzte mein Vorhaben in die Tat um. Im Laden liess ich mir den hausgemachten Käse vorstellen und entschied mich dann für den Ziegenkäse.
Dieser schmeckt natürlich doppelt so gut, wenn man die (zickigen) Ziegen "persönlich" kennt, ha, ha...

Den schönen Wandertag liessen wir dann auf der Terrasse der Käserei mit einem "Käseplättli"  und "Saft" (Gersten und Apfel) genussvoll ausklingen! :o)
































Montag, 6. Juli 2015

Bergsommerferien

Die vergangenen zwei Wochen hatten wir Sommerferien.

Der Wettergott meinte es super mit uns, ein Tag schöner als der andere! Wir konnten nach Herzenslust wandern, wandern, wandern...von einem Kanton zum andern ;-)

Viele, unglaublich schöne Orte durften wir entdecken!
Viele, oft anstrengende Höhenmeter schafften wir!
Viele Schweisstropfen vergossen wir!

Wir trafen auf beeindruckende Mitmenschen, begegneten immer wieder mal einem Wildtier, überquerten unzählige Bäche und Schneefelder, erfreuten uns an der üppigen Bergflora, erklommen Gipfel, besuchten Berghütten, verweilten an manch schönem Bergsee...und waren immer wieder einfach ergriffen ob der perfekten Schönheit der Natur!

Ein paar Routen finden sich detaillierter auf meiner HP http://gelegenheitsknipserin.ch/ unter "Neuste Bilder".